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Dieses Thema hat 0 Antworten
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 Allgemeines/Smalltalk
SLash ( Gast )
Beiträge:

25.12.2001 16:58
Ist Rassismus heilbar ? Antworten
Fremdenfeindlichkeit gilt vielen Pessimisten als Übel, das zur Natur des Menschen gehört.
Experimente von US-Psychologen scheinen das nun zu widerlegen: Rassismus lässt sich womöglich kurieren.

Farbige, Weiße, Asiaten - die Evolution hat Menschen hervorgebracht, die sich rein äußerlich deutlich voneinander
unterscheiden. Daher erschien es bislang vielen Forschern als naturgegeben, dass der Mensch andere Personen automatisch
einer "Rasse" zuordnet und gegebenenfalls als fremd einstuft. Die Abstammung ist dieser Theorie zufolge neben dem Alter
und dem Geschlecht das dritte wesentliche Merkmal, das unser unterbewusstes Urteil über andere Menschen bestimmt.

Psychologen von der University of California in Santa Barbara haben jetzt in Versuchen mit Freiwilligen gezeigt,
dass diese Einstufung nach der Rasse keineswegs angeboren ist. Nach Ansicht der Wissenschaftler um Robert Kurzban
tendiert der Mensch viel eher dazu, Fremde anhand charakteristischer Merkmale bestimmten Gruppen, so genannten
Koalitionen, zuzuordnen. Die Rasse wäre demnach nur eine von vielen solcher Eigenschaften.

Dieses Merkmal Rasse lässt sich, wie die Forscher in den "Proceedings of the National Academy of Science" schreiben,
erstaunlich leicht durch andere Eigenschaften wie etwa die Farbe eines Trikots in den Hintergrund drängen.
Die Ergebnisse sind Kurzban und Kollegen zufolge Grund zur Hoffnung, dass sich Fremdenfeindlichkeit prinzipiell durch
gesellschaftliche Veränderungen ausmerzen lässt - etwa indem Vorstellungen bekämpft werden, nach denen sich Merkmale wie
die Hautfarbe bestimmten sozialen Gruppen zuordnen lassen.

Um zu prüfen, wie stark die Tendenz ist, Menschen nach ihrer Rasse zu beurteilen, wurden die Probanden zwei Erinnerungstests
unterzogen. Zunächst zeigten ihnen die Wissenschaftler Fotos von acht Männern teils unterschiedlicher Rassen.
Zu jeder Person gehörte ein Satz wie "Nein, ihr habt den Streit begonnen", der sie einer von zwei Koalitionen zuordnete -
etwa einer freundlichen und einer feindseligen Gruppe. Später mussten die Teilnehmer versuchen, die Sätze wieder mit den
richtigen Gesichtern in Verbindung zu bringen.

Bei derartigen Experimenten vertauschen die Testpersonen in der Regel leicht die Sätze von Mitgliedern einer bestimmten
Gruppe. Offen war in diesem Fall jedoch, ob die Probanden die acht Männer unterbewusst eher anhand ihrer Rasse oder ihrer
Äußerungen einer Gruppe zuordnen würden. Es stellte sich heraus, dass die Versuchsteilnehmer die Sätze vor allem innerhalb
der beiden Konfliktparteien vertauschten, die sich durch die Art der Äußerungen bilden ließen. Die Sätze von Personen
gleicher Rasse wurden hingegen weniger häufig verwechselt.

Wie die Wissenschaftler folgern, ist demnach die Rasse als Unterscheidungsmerkmal kaum von Bedeutung. Das bestätigte mit
noch größerer Deutlichkeit das zweite Experiment: Dabei trugen auf den Fotos jene Personen, die sich anhand ihrer Sätze
einer bestimmten Koalition zuordnen ließen, auch gleiche Trikots. In diesem Falle unterliefen den Probanden noch mehr
Verwechslungen innerhalb dieser Gruppen; dagegen waren die Fehler innerhalb der aus Rassen gebildeten Gruppen noch seltener.

Nach Ansicht der Psychologen zeigen die Versuche, dass der Mensch von Natur aus in der Lage ist, schnell die
Gruppenzugehörigkeit einer Person zu erkennen. Ebenso nimmt er in Sekundenbruchteilen das Geschlecht oder Alter seines
Gegenüber war. Dieses Verhalten war für Urmenschen überlebenswichtig, um Freunde von feindlichen Gruppen unterscheiden
zu können. Die Rasse dagegen ist den Forschern zufolge nur eines von vielen Merkmalen, das im evolutionsbiologischen
Sinne nicht relevant gewesen ist - schließlich bekamen die kleinräumig lebenden Urmenschen vermutlich nur selten
Individuen anderer Rassen zu Gesicht.


Übertragen auf die Hunde würde ich vorschlagen, jedem Politiker einen "Kampfhund". Es bleibt fraglich, ob der "Kampfhund" dann positiver, oder der Politiker schlechter bewertet werden würde ?
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Arroganz ist Ignoranz in Toleranz
© by http://pessiMIST.de
Der Hund mit seinem feineren Geruchsorgan kann Dinge riechen, von denen der Mensch nur träumen kann.

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